Tobias Molitor, Aldi Bag (Homage to Günter Fruhtrunk), 2021, Ed. 15, 42 x 29,7 cm, Siebdruck auf Hahnemühle 300gAnfrage
Tobias Molitor, Tropical Bag, 2021, Ed. 15, 42 x 29,7 cm, Siebdruck auf Hahnemühle 300gAnfrage
Tobias Molitor, Beauty Base Bag, Ed. 15, 42 x 29,7 cm, Siebdruck auf Hahnemühle 300gAnfrage
Tobias Molitor, Thank You Bag (2), 2021, Ed. 15, 42 x 29,7 cm, Siebdruck auf Hahnemühle 300gAnfrage
Tobias Molitor, Art Basel Bag, 2021, Ed. 15, 42 x 29,7 cm, Siebdruck auf Hahnemühle 300gAnfrage
Tobias Molitor, Beate Uhse Bag, 2021, Ed. 15, 42 x 29,7 cm, Siebdruck auf Hahnemühle 300gAnfrage
Tobias Molitor, Braun Bag, 2022, Ed. 15, 42 x 29,7 cm, Siebdruck auf Hahnemühle 300gAnfrage
Tobias Molitor, Duty Free Bag, 2020, Ed. 35, 42 x 29,7 cm, Siebdruck auf Hahnemühle 300gAnfrage
Tobias Molitor, Lees Art Shop Bag, 2021, Ed. 15, 42 x 29,7 cm, Siebdruck auf Hahnemühle 300gAnfrage
Tobias Molitor, Post Bag (frontside), 2021, Ed. 15, 42 x 29,7 cm, Siebdruck auf Hahnemühle 300gAnfrage
Tobias Molitor, Post Bag (backside), 2021, Ed. 15, 42 x 29,7 cm, Siebdruck auf Hahnemühle 300gAnfrage
Tobias Molitor, Supreme Bag, 2020, Ed. 15, 42 x 29,7 cm, Siebdruck auf Hahnemühle 300gAnfrage
Tobias Molitor, Today`s Woman Bag, 2022, Ed. 15, 42 x 29,7 cm, Siebdruck auf Hahnemühle 300gAnfrage
Tobias Molitor, Seek Wisdom Bag, 2020, Ed. 15, 42 x 29,7 cm, Siebdruck auf Hahnemühle 300gAnfrage
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Sonderausstellung

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Tobias Molitor

2. Sep 2022 – 29. Jan 2023
Kabinett

Eröffnung: 2. Sep 2022, 19:30 Uhr

„Brauchen Sie den Kassenbon? Eine Tüte?“ Fast täglich hören wir diese Fragen in unserem Alltag an der Kasse, wenden uns dabei aber mehr und mehr von diesen Gebrauchsgegenständen ab, werfen sie weg oder zweckentfremden sie bestenfalls. Der Künstler Tobias Molitor widmet sich in seiner Einzelausstellung im Kabinett allerdings eben diesen vermeintlich banalen Alltagsobjekten und setzt sie in einen musealen Kontext, womit er für Irritation und Überraschung sorgt.

Anders als bei den üblichen Objet trouvés, also gefundenen und unveränderten Objekten des Alltags, reproduziert und dokumentiert Molitor Plastiktüten und Kassenbons in einem aufwendigen Siebdruckverfahren. Er nutzt dabei die klassische Kunstgattung der Druckgrafik, um auf den industriellen Charakter der Produkte anzuspielen: Massenware und Wiederholungen in Endlosschleife. Die abwechslungsreiche Auswahl der gebrauchten Einkaufstüten verweist gleichwohl auf die unterschiedlichen Herkunfts- und Reiseländer sowie auf die sozioökonomischen Hintergründe der Konsument*innen und Molitor nimmt uns mit auf einen Streifzug von einem norddeutschen Discounter hin zu einem bereits geschlossenen New Yorker Künstlerbedarf.

Die Kassenbons in Überlebensgröße komplettieren den Werkkomplex der Einkaufstüten und erweitern diesen um ein dokumentarisches und persönliches Element. Das Private wird hier öffentlich und es kann im Detail nachvollzogen werden, welche Dinge zu welchem Zeitpunkt an welchem Ort gekauft wurden. Ganz automatisch reflektieren wir dabei selbst unser Kaufverhalten und meditieren über Erinnerungen eines bestimmten, vergangenen Moments. Das Material, welches Molitor nutzt – beständige Baumwolle anstatt des ausbleichenden Thermopapiers – ist überdies eine deutliche Absage an den schnelllebigen Konsum und die Vergänglichkeit. Der Gebrauchsgegenstand wird zugleich Fund- und Erinnerungsstück und die Spuren des Alltäglichen rücken mit all ihrer ungeahnten Schönheit und Poesie in den Mittelpunkt.

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