2022 – Emil Schumacher

Emil Schumacher, ohne Titel, 1960, 70,5 x 51 cm, Ed. 80, LithographieAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1959, 49,5 x 36 cm, Ed. 40, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1961, 70,5 x 50 cm, Ed. , RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1961, 70,5 x 51 cm, Ed. 50, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, Mit blauen Akzenten, 1958, 66 x 44,5 cm, Ed. 50, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1960, 56 x 43 cm, Ed. 49, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1960, 43 x 56 cm, Ed. 60, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1970, 52 x 39 cm, Ed. 100, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1961, 70,5 x 50,5 cm, Ed. 50, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1960, 70,5 x 51 cm, Ed. 80, LithographieAnfrage
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Erprobung neuer Freiheiten

Emil Schumacher

2. Sep 2022 – 29. Jan 2023
Beletage

Eröffnung: 2. Sep 2022, 19:30 Uhr
Einführung: Barbara Wagner

Kratzer und Löcher, Auflösung und Neuentstehung, erdnahe Farbtöne und kontrastreiches Schwarz-Weiß. Schlagworte, mit denen sich nicht nur Emil Schumachers Radierungen, sondern auch der Zeitgeist der 1950er-Jahre zutreffend beschreiben lassen. Die auf den ersten Blick völlig abstrakten, teilweise willkürlich wirkenden Kompositionen lassen beim genaueren Hinsehen deutliche Bezüge zur Außenwelt erkennen: Köpfe, Pferde und Kühe sind typische Motive, die in Schumachers Werk immer wieder zu finden sind.

Schumacher, der bis 1933 Werbegrafik in Dortmund studiert, nimmt direkt nach 1945 seine Arbeit als freischaffender Künstler wieder auf, wird dabei aber schnell mit den fehlenden Materialien und den schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen der Kunstschaffenden im Nachkriegsdeutschland konfrontiert. Druckwerkstätten und Verlage sind Ende der 50er-Jahre Mangelware und die hier ausgestellten Radierungen markieren den Beginn einer neuen Entwicklung in Schumachers Werk, die zuvor, auch rein logistisch, nicht möglich gewesen wäre.

Schnell löst sich Schumacher, als einer der wichtigsten Vertreter des Informel, von der Figürlichkeit, was für ihn aufgrund des Faschismus und der gewaltigen Kriegserfahrungen – ganz im Sinne des Philosophen Adorno – ein zwangsläufiger und alternativloser Schritt ist. Es ist eine Zeit der Abkehr jeglicher, einschränkender Traditionen. Die explizite Form und Farbe werden jetzt nebensächlich, die Bewegung allein, der künstlerische Gestus und die neue Materialität rücken in den Mittelpunkt seiner Arbeiten. Dennoch bleiben Elemente des abstrahierten Lebens weiterhin in seinem Werk erhalten und lassen sich auch in den Grafiken entdecken. Pflanzen, Früchte, Tänzerinnen, Gestrüpp laden zum gedanklichen Spazierengehen ein.

„Alles was ist, […] ist formlos und doch Form“, so beschreibt es Schumacher selbst und mit Erstaunen stellt man fest, wie es ihm und seinen Künstlerkolleg*innen des Informel gelingt, ihre widerspenstigen Werke den Betrachtenden nicht zu verschließen, da jeder Pinselstrich, jeder Farbauftrag und jede spontane Bewegung offenbart wird. Die Dramatik und die Spannung, die aus Schumachers meist großformatigen Gemälden hervorgehen, finden auch in den hier gezeigten kleineren Radierungen Ausdruck. Die Unmittelbarkeit seiner Arbeiten fasziniert und lässt unseren Blick in alle Richtungen wandern. Vielmehr noch, es gelingt vor allem seinen Grafiken, einen überraschenden Kontrast zwischen der Zartheit des Materials und der Kraft des Motivs zu bewirken.

Die 25 vom Abstracta-Verlag publizierten Arbeiten werden uns für die Ausstellung freundlicherweise von Thomas Schiessel, Sohn des einstigen Verlegers, zur Verfügung gestellt. Dafür gilt unser herzlicher Dank. Alle Verkaufserlöse der Ausstellung werden der Christoffel Blindenmission e.V. gespendet.

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2022 – Tobias Molitor

Emil Schumacher, ohne Titel, 1960, 70,5 x 51 cm, Ed. 80, LithographieAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1959, 49,5 x 36 cm, Ed. 40, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1961, 70,5 x 50 cm, Ed. , RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1961, 70,5 x 51 cm, Ed. 50, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, Mit blauen Akzenten, 1958, 66 x 44,5 cm, Ed. 50, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1960, 56 x 43 cm, Ed. 49, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1960, 43 x 56 cm, Ed. 60, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1970, 52 x 39 cm, Ed. 100, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1961, 70,5 x 50,5 cm, Ed. 50, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1960, 70,5 x 51 cm, Ed. 80, LithographieAnfrage
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Thank You For Shopping

Tobias Molitor

2. Sep 2022 – 29. Jan 2023
Kabinett

Eröffnung: 2. Sep 2022, 19:30 Uhr

„Brauchen Sie den Kassenbon? Eine Tüte?“ Fast täglich hören wir diese Fragen in unserem Alltag an der Kasse, wenden uns dabei aber mehr und mehr von diesen Gebrauchsgegenständen ab, werfen sie weg oder zweckentfremden sie bestenfalls. Der Künstler Tobias Molitor widmet sich in seiner Einzelausstellung im Kabinett allerdings eben diesen vermeintlich banalen Alltagsobjekten und setzt sie in einen musealen Kontext, womit er für Irritation und Überraschung sorgt.

Anders als bei den üblichen Objet trouvés, also gefundenen und unveränderten Objekten des Alltags, reproduziert und dokumentiert Molitor Plastiktüten und Kassenbons in einem aufwendigen Siebdruckverfahren. Er nutzt dabei die klassische Kunstgattung der Druckgrafik, um auf den industriellen Charakter der Produkte anzuspielen: Massenware und Wiederholungen in Endlosschleife. Die abwechslungsreiche Auswahl der gebrauchten Einkaufstüten verweist gleichwohl auf die unterschiedlichen Herkunfts- und Reiseländer sowie auf die sozioökonomischen Hintergründe der Konsument*innen und Molitor nimmt uns mit auf einen Streifzug von einem norddeutschen Discounter hin zu einem bereits geschlossenen New Yorker Künstlerbedarf.

Die Kassenbons in Überlebensgröße komplettieren den Werkkomplex der Einkaufstüten und erweitern diesen um ein dokumentarisches und persönliches Element. Das Private wird hier öffentlich und es kann im Detail nachvollzogen werden, welche Dinge zu welchem Zeitpunkt an welchem Ort gekauft wurden. Ganz automatisch reflektieren wir dabei selbst unser Kaufverhalten und meditieren über Erinnerungen eines bestimmten, vergangenen Moments. Das Material, welches Molitor nutzt – beständige Baumwolle anstatt des ausbleichenden Thermopapiers – ist überdies eine deutliche Absage an den schnelllebigen Konsum und die Vergänglichkeit. Der Gebrauchsgegenstand wird zugleich Fund- und Erinnerungsstück und die Spuren des Alltäglichen rücken mit all ihrer ungeahnten Schönheit und Poesie in den Mittelpunkt.

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2022 – Dauerausstellung

Emil Schumacher, ohne Titel, 1960, 70,5 x 51 cm, Ed. 80, LithographieAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1959, 49,5 x 36 cm, Ed. 40, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1961, 70,5 x 50 cm, Ed. , RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1961, 70,5 x 51 cm, Ed. 50, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, Mit blauen Akzenten, 1958, 66 x 44,5 cm, Ed. 50, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1960, 56 x 43 cm, Ed. 49, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1960, 43 x 56 cm, Ed. 60, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1970, 52 x 39 cm, Ed. 100, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1961, 70,5 x 50,5 cm, Ed. 50, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1960, 70,5 x 51 cm, Ed. 80, LithographieAnfrage
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Internationale Kunst ab ’45

Ab 2. September 2022
Beletage + Speicher

Eröffnung 02. Sep 2022, 19:30 Uhr

Spannungsgeladene, abstrakte Gemälde treffen auf Farbfeldmalerei und nahezu monochrome Arbeiten, detailreiche Stadtansichten wechseln sich ab mit meisterhaften Portraits und raue Skulptur steht im Kontrast zu filigranen Papierarbeiten. Etablierte und dem Kunstbetrieb noch weniger erschlossener Künstler*innen werden hier gleichwertig in einem bereichernden Zusammenhang betrachtet. 

Die 2021 – 2022 neu kuratierte Dauerausstellung zeigt auf zwei Etagen einen Querschnitt internationaler Kunst ab 1945. Der Schwerpunkt der über 80 Arbeiten umfassenden Ausstellung liegt auf abstrakter Malerei, vor allem der europäischen Nachkriegskunst und des Informel. Darunter finden sich herausragende Werke von K.O. Götz, A.R. Penck, Heinz Mack, Otto Piene und Jean Miotte. Einen zweiten Akzent der Präsentation bilden oft figurative, osteuropäische und asiatische Positionen. Zeitgenössische Arbeiten renommierter Fotograf*innen sowie ein Bereich mit Skulpturen ergänzen die Ausstellung.

Die Besonderheit der Dauerausstellung liegt sowohl in ihrer globalen Ausrichtung als auch in der Zusammenführung diverser künstlerischer Ansätze, wodurch den Besucher*innen eine Annäherung an unterschiedliche historische und geographische Kontexte ermöglicht wird.

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2022 – Skulpturenpark

Emil Schumacher, ohne Titel, 1960, 70,5 x 51 cm, Ed. 80, LithographieAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1959, 49,5 x 36 cm, Ed. 40, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1961, 70,5 x 50 cm, Ed. , RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1961, 70,5 x 51 cm, Ed. 50, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, Mit blauen Akzenten, 1958, 66 x 44,5 cm, Ed. 50, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1960, 56 x 43 cm, Ed. 49, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1960, 43 x 56 cm, Ed. 60, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1970, 52 x 39 cm, Ed. 100, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1961, 70,5 x 50,5 cm, Ed. 50, RadierungAnfrage
Emil Schumacher, ohne Titel, 1960, 70,5 x 51 cm, Ed. 80, LithographieAnfrage
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Skulpturenpark und Zeller Kunstweg

Ab 2. Sep 2022
Von Rundofen bis Villa Haiss

Eröffnung: 2. Sep 2022, 19:00 Uhr

Großformatige Skulpturen stehen hier im Dialog mit der umgebenden Parklandschaft und laden die Besucher*innen zum Flanieren und zur Auseinandersetzung mit Kunst unter freiem Himmel ein. Das Kulturareal Obere Fabrik bietet den Werken, zwischen Rundofen, in dem einst Keramik gebrannt wurde, und Villa Haiss, eine unverwechselbare Präsentationsfläche.

Der neu angelegte Kunstweg entlang der historischen Mauer zeigt Arbeiten zeitgenössischer Künstler*innen, zu denen u.a. Jörg Bach, Michael Danner, Bruno Feger, Reinhard Klessinger und Reinhard Sigle gehören. Die vom 2009 gegründeten Förderverein Zeller Kunstwege e.V. organisierte Ausstellung ist eine Neuauflage der bereits vier Mal stattgefundenen Zeller Kunstwege, bei welchen Skulpturen an ausgewählten Plätzen in Zell am Harmersbach aufgestellt wurden.

Ergänzt wird der Kunstweg durch den Skulpturenpark gegenüber der Villa Haiss. Darüber hinaus ist dort ein Originalteil der Berliner Mauer zu sehen. Die fünf zusammengehörenden Segmente wurden 1999 erworben und hier zum 10-jährigen Jubiläum des Mauerfalls als Mahnmal platziert. Sie stammen ursprünglich aus Berlin Treptow.

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